Die Grüne Woche wird 100

Blumenhalle unter dem Motto „Babylon Garden“
Vom 16. bis 25. Januar

Ab dem 15. Januar öffnet in Berlin die Grüne Woche ihre Tore – in diesem Jahr mit besonderer Bedeutung. Die Messe wird 100 Jahre alt und blickt auf eine Entwicklung zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts begann, als die Wintertagungen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft erstmals eine auffällige Zahl grün gekleideter Landwirte in die Stadt brachten.

Ihre Entstehung verdankt sie einem eher unspektakulären, aber charakteristischen Detail: Lodenmänteln. Ende des 19. Jahrhunderts hielt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft ihre Wintertagungen in Berlin ab. Eine Woche lang prägten die angereisten Landwirte in ihren grünen Mänteln das Stadtbild so auffällig, dass Berliner Journalisten bald von einer „grünen Woche“ sprachen.

Auch wenn das Jubiläum im Programm sichtbar ist, setzen die Veranstalter inhaltlich vor allem auf ein Thema, das die Messe seit Jahren prägt: Nachhaltigkeit. Zahlreiche Ausstellungen und Fachforen widmen sich Fragen des Klimaschutzes, der Kreislaufwirtschaft und der Zukunft der Landwirtschaft. Eine eigens kuratierte Nachhaltigkeitstour führt durch mehrere Hallen und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert, welche Rolle Moore für den Klimaschutz spielen und wie Lieferketten transparenter gestaltet werden sollen. Bundesministerien und Verbände greifen das Thema ebenfalls auf, etwa das Entwicklungsministerium, das in seiner Halle Initiativen zu fairen Einkommen, Schulernährungsprogrammen und nachhaltigen Lieferketten vorstellt.

Neben diesen Schwerpunkten präsentiert die Messe wie gewohnt ein breites Spektrum an Lebensmitteln, Agrartechnik und Gartenbau. Rund 1.500 Aussteller aus mehr als 50 Ländern werden erwartet, dazu internationale Delegationen und Fachbesucher. Mecklenburg‑Vorpommern tritt als Partnerregion auf, während die Blumenhalle unter dem Motto „Babylon Garden“ gestaltet ist. Die Mischung aus politischer Debatte, Produktpräsentationen und Verbraucherangeboten bleibt charakteristisch, doch der Fokus auf ökologische und soziale Fragen ist in diesem Jahr besonders deutlich. Für das Publikum bedeutet das einerseits ein gewohnt breites kulinarisches Angebot, andererseits aber auch viele Informationsangebote zu Themen wie nachhaltigem Konsum, Ressourcenschutz und globaler Ernährungssicherheit. Die Messe öffnet vom 16. bis 25. Januar und rechnet erneut mit großem Besucherinteresse.

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