Diesen Sommer widmet das silent green dem Künstler Bjørn Melhus eine umfangreiche Einzelausstellung. LOST IN FINITY entfaltet sich als immersive Gesamtinstallation, die eigens für die Betonhalle konzipiert wurde. Melhus inszeniert den Ausstellungsraum als Parcours durch das mediale, kollektive Unterbewusste des 20. und 21. Jahrhunderts, als filmische Erzählung zwischen menschlichen Sehnsüchten und Ängsten, zwischen Untergangsszenarien und utopischen Entwürfen. >>
Kulturkalender
Wolfgang Petrick (1939–2025) war einer der bekanntesten Vertreter der Kritischen Realisten – ein Künstler, dessen Werk aus Kriegserfahrungen, Trümmerlandschaften und dem eingemauerten Westberlin heraus eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat. Seine Gemälde, Skulpturen und Installationen zeigen verletzliche Körper, hybride Cyborg‑Wesen und Mensch‑Tier‑Maschinen, die eine außer Kontrolle geratene Zukunft heraufbeschwören. Petricks kulturpessimistischer Blick wirkt auch heute aktuell. >>
Acht Bildhauerinnen aus Leipzig – Laura Eckert, Enne Haehnle, Elisabeth Howey, Lucy König, Agnes Lammert, Wibke Rahn, Theresa Rothe und Sophie Uchman – stellen unterschiedliche Positionen zeitgenössischer skulpturaler Praxis nebeneinander. Im gemeinsamen Rahmen treten individuelle Arbeitsweisen in Beziehung zueinander und eröffnen ein breites Spektrum aktueller künstlerischer Ansätze. >>
Führungen während der Sommerpause an der Staatsoper Unter den Linden Einmal hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Opernhäuser Europas blicken? Während der Sommerpause öffnet die Staatsoper Unter den Linden ihre sonst verborgenen Bereiche für die Öffentlichkeit. Die Führung verbindet spannende Einblicke in den Theaterbetrieb mit Geschichten aus über 280 Jahren Berliner Opernbetrieb und zeigt, wie aufwendig das historische Gebäude saniert wurde. >>
Die Ausstellung „Gabriele Stötzer: Dabei sein und nicht schweigen“ im Gropius Bau bietet einen seltenen, intensiven Blick auf das Werk einer Künstlerin, die in der DDR unbeirrbar ihren eigenen Weg ging. Stötzer verbindet Fotografie, Textilkunst, Performance und Super‑8‑Film zu einem radikal persönlichen Archiv weiblicher Selbstbehauptung. Ihre Arbeiten entstehen aus biografischer Dringlichkeit: der Erfahrung politischer Verfolgung, der Suche nach Gemeinschaft und dem Beharren auf künstlerischer Freiheit. >>
Mit Beginn der Badezeit rückt auch das Flussbad-Projekt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Die anhaltende Welle an Spenden und Unterstützungsangeboten zur Sicherung des Fluss Bad Gartens zeigt Wirkung: Trotz auslaufender Fördermittel sieht sich der Träger in der Lage, den Ort in einer Übergangsphase weiterzuführen. >>
Noch vor der Premiere am 5. Oktober 2026 in der Berliner Philharmonie sind bereits alle Karten vergriffen – ebenso der Zusatztermin im Dezember. Schon jetzt zeigt sich: Mit Der stille Freund trifft Ferdinand von Schirach erneut einen Nerv. 2027 kehrt der Autor für 16 Vorstellungen ins Renaissance-Theater zurück, das seit seiner Erfolgsproduktion Regen zu einem festen Ort seiner Bühnenarbeiten geworden ist. >>
100 Beste Plakate 25 präsentiert vom 12. Juni bis 5. Juli 2026 die ausgezeichneten Plakatgestaltungen des Jahres 2025 am Kulturforum. Die Schau zeigt aktuelle Entwicklungen im Grafikdesign und markiert zugleich das 25-jährige Jubiläum des Wettbewerbs „100 Beste Plakate D A CH“. Seit 2008 übernimmt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin die Erstpräsentation der jährlichen Auswahl. Für die Ausgabe 2026 wurden 2.297 Plakate von 676 Gestalter*innen eingereicht. >>
Vom 5. Juni bis 27. September 2026 zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotografien von Fide Struck in der Ausstellung „Ein Berliner Koffer“. Fide Struck (1901-1985) fotografierte in den 1930er Jahren in Berlin - beiläufig, treffsicher und mit Witz. 1941 packte er rund 3.000 Negative in einen Holzkoffer, der den Krieg und eine Odyssee durch das Nachkriegsdeutschland überstand. 2015 öffnete Strucks jüngster Sohn Thomas den Koffer und begann, den Nachlass zu erschließen. Das Willy-Brandt-Haus zeigt nun eine Auswahl der eindrucksvollsten Fotografien aus Fide Strucks Werk. >>
Seit den 1980er Jahren prägt der Berliner Künstler Marc Brandenburg die lokale Kreativszene und zählt international zu den bedeutenden Zeichnern der Gegenwart. Im Zentrum stehen Bleistiftzeichnungen, die auf fotografischen Vorlagen basieren. Ausgangsmaterial findet Brandenburg auf Streifzügen durch die Stadt oder in Magazinen, Filmen und Büchern. Durch Invertierungen, Verzerrungen und freie Übertragungen auf Papier entstehen abstrahierte Bildwelten, die Realität und Wahrnehmung neu verhandeln. >>
Emilio Vedovas Installation „Absurdes Berliner Tagebuch ’64“ zählt zu den zentralen Werken seines Œuvres und markiert einen Höhepunkt seiner experimentellen Auseinandersetzung mit Raum und Malerei. Die aus beidseitig bemalten, beweglich verbundenen Holzplatten bestehenden „Plurimi“ entstanden 1964 während seines Stipendienaufenthalts in West-Berlin und reagieren auf die Spannungen der geteilten Stadt. Vedova löste mit ihnen die Malerei aus dem klassischen Tafelbild und entwickelte ein raumgreifendes, erst im Umschreiten erfassbares Bildgefüge. >>
Die Schau "Erwin Olaf – Muses" zeigt im f³ – freiraum für fotografie eine konzentrierte Auswahl der Porträtarbeiten des 2023 verstorbenen niederländischen Fotografen. Die Ausstellung richtet den Blick auf intime, präzise inszenierte Studien von Identität, Sehnsucht und Selbstinszenierung und verzichtet bewusst auf Erwin Olafs opulente Bildwelten. Nach einer großen Retrospektive im Stedelijk Museum ist dies die erste umfassende Präsentation seines Porträtwerks in Berlin und eröffnet einen Zugang zu einem zentralen Kapitel seines Œuvres. >>
Mind the Gap versammelt fünfzehn künstlerische Positionen, die sich mit Übergängen, Brüchen und unsicheren Zwischenräumen auseinandersetzen. Die Ausstellung richtet den Blick auf Fragmente, Transformationsprozesse und jene Momente, in denen sich gesellschaftliche wie persönliche Veränderungen verdichten. Themen wie Gewalt, Flucht, familiäre Brüche, Naturverhältnisse, Geschlechterrollen, Identität und sogar außerirdisches Leben werden in unterschiedlichen Medien verhandelt. >>
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer (1871–1926) einen der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. An-lass ist sowohl der 100. Todestag Cassirers als auch das 150-jährige Jubiläum des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel Berlin. Die Sammlung der Nationalga-lerie ist in vielerlei Hinsicht mit seinem Wirken verknüpft. Die Aus-stellung zeigt entlang von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst. >>
Mit der neuen Reihe InterNationalgalerie öffnet die Alte Nationalgalerie ihre Türen für Nationalgalerien und -museen aus aller Welt. In den kommenden Jahren präsentiert das Haus wechselnde internationale Partnerinstitutionen in einem eigenen Schaufensterformat. Den Auftakt macht 2026 das Nationalmuseum in Warschau, das mit einer eigenen Auswahl Einblicke in seine Sammlung und kuratorische Perspektive gibt. Die Reihe stärkt den Austausch zwischen Museen und zeigt, wie vielfältig nationale Kunstgeschichten im globalen Dialog gelesen werden können. >>
Die Sonderausstellung „Fotografie erzählt Skulptur“ bringt die Skulpturensammlung des Bode-Museums in einen dialogischen Austausch mit dem bislang wenig bekannten Fotoarchiv des Hauses. Die seltene Gegenüberstellung von Skulpturen und ihren fotografischen Reproduktionen eröffnet neue Perspektiven auf beide Medien und schärft den Blick für ihre jeweiligen Eigenlogiken. >>
Das Pergamonmuseum auf der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel Berlin wird seine Türen für das Publikum am 4. Juni 2027 wieder öffnen. Damit ist der Pergamonaltar endlich wieder für die Öffentlichkeit sichtbar. Hinzu kommen auf der Hauptebene weitere Räume mit Architekturexponaten wie der Mschatta-Fassade. Das Museum für Islamische Kunst wird im gesamten Nordflügel des Hauses seine vollkommen neu konzeptionierte Dauerausstellung präsentieren. Das Vorderasiatische Museum zeigt Highlights aus seiner Sammlung. >>
Die Ausstellung "materialistin" im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart versammelt Skulpturen und raumspezifische Installationen, die gesellschafts- und kulturpolitische Fragestellungen ins Zentrum rücken. Acht in Leipzig arbeitende Bildhauerinnen – Laura Eckert, Enne Haehnle, Elisabeth Howey, Lucy König, Agnes Lammert, Wibke Rahn, Theresa Rothe und Sophie Uchman – präsentieren Arbeiten, die neue Formen kollektiver Praxis und Solidarität sichtbar machen. Die Ausstellung setzt im Jubiläumsjahr des Museums ein Zeichen, das weit über den Ort hinausweist. >>
Zum 200-jährigen Jubiläum lädt die Museumsinsel wieder zu einem zweitägigen Inselfest ein. Rund um den Unesco-Welterbetag gibt es am Samstag, den 6. Juni, sowie am Sonntag, den 7. Juni 2026 ein umfangreiches Programm mit Open-Air-Bühne, Freiluftatelier, verschiedene Workshops stehen ohne Anmeldung offen. Ergänzend dazu finden mehr als 100 kostenfreie Führungen durch die Museen und ihre Sammlungen statt. >>
Das Prime Time Theater in Berlin‑Wedding ist ein modernes Volkstheater mit unverwechselbarem Kiezcharme. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat es sich zu einer echten Kult‑Institution entwickelt. Besonders bekannt ist die Bühne für ihre weltweit einzigartige Live‑Sitcom „Gutes Wedding, Schlechtes Wedding“, in der das Ensemble mit viel Humor, Herz und Berliner Schnauze Geschichten aus dem Kiez erzählt. >>
Marina Abramović, eine der bis heute einflussreichsten Performancekünstlerinnen, präsentiert Balkan Erotic Epic. The Exhibition im Gropius Bau. Im Zentrum steht ihr fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands. >>
Persistence of Vision vereint Werke von Peter Hujar und Liz Deschenes und eröffnet einen generationsübergreifenden Dialog über Fotografie. Als erste große Ausstellung der Werke von Hujar und Deschenes in Berlin vermittelt sie ein umfassendes Verständnis des Mediums und stellt gleichzeitig die kompromisslose Klarheit der Vision in den Vordergrund, die ihre Arbeit auszeichnet. >>
„Neue Frau – Die Bauhaus‑Fotografinnen“ zeigt, wie Künstlerinnen am Bauhaus das moderne Frauenbild der 1920er‑ und 1930er‑Jahre neu formten. Die Ausstellung rückt Fotografinnen wie Lucia Moholy, Gertrud Arndt, Marianne Brandt und Florence Henri in den Mittelpunkt, deren Arbeiten lange im Schatten der männlichen Avantgarde standen. >>
Giulia Andreani eröffnet das Jubiläumsprogramm des Hamburger Bahnhof mit Gemälden, die Brüche in offiziellen Geschichtsschreibungen sichtbar machen. Andreanis künstlerische Praxis des „Malens mit Fotografien“ lebt vom Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten der Vergangenheit. Ausgangspunkt der figurativen, monochromen Gemälde, deren Paynesgrau an historische Fotografien erinnert, sind Familienalben oder Archive. Sie enthüllen Geschichten, thematisieren kollektives Vergessen und öffnen neue Bedeutungsschichten für die Gegenwart. >>
Das Museum Europäischer Kulturen präsentiert die wertvollsten Objekte aus der Textilsammlung des Donauschwäbischen Zentralmuseums: Frauen- und Mädchenkleidung von 1880 bis 1990.Poppige Farben auf goldenem Grund neben tiefschwarzer Brautkleidung: Donauschwäbische Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen. Diese Welt war eng, weil von dörflichen und kirchlichen Regeln bestimmt, aber auch weit, weil sie die Vielfalt einer multikulturellen Gesellschaft bot. >>
Auf der Berliner Museumsinsel eröffnete Ende Oktober 2025 eine Ausstellung, die sich einem der spektakulärsten Machtkämpfe der Renaissance widmet: der sogenannten Pazzi-Verschwörung. Im Jahr 1478 versuchte die einflussreiche Familie Pazzi, die Herrschaft der Medici in Florenz zu stürzen. Während eines Gottesdienstes in der Kathedrale wurde Giuliano de’ Medici ermordet, sein Bruder Lorenzo überlebte schwer verletzt. >>
Der Hamburger Bahnhof zeigt ab 12. Dezember 2025 die erste große Einzelausstellung von Saâdane Afif in Berlin – ein vielschichtiger Blick auf Kunst, Autorschaft und Archiv. >>
Am 26. April 1478 wurden Lorenzo und Giuliano de' Medici im Chor der Kathedrale von Florenz überfallen. Giuliano verlor sein Leben, Lorenzo überlebte und bestrafte anschließend die Drahtzieher dieser Verschwörung, allen voran die Familie Pazzi. Die Ausstellung möchte diese Geschichte anhand der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin nachzeichnen. >>
Die Neue Nationalgalerie widmet Christoph Schlingensief (1960–2010) in ihrer aktuellen Sammlungspräsentation „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft. Sammlung der Nationalgalerie 1945–2000“ einen eigenen Raum. Im Mittelpunkt steht das Werk „Deutschland versenken“ (1999), Teil seines Projekts „Deutschlandsuche ’99“, das nun dank einer Schenkung von Aino Laberenz dauerhaft zur Sammlung gehört. >>
Die frei zugängliche Präsentation erinnert an die kreative, kunstbegeisterte Bewohnerschaft rund um den Matthäikirchplatz vor 100 Jahren. Bilder und Texte zum Leben und Wirken ehemals berühmter Anwohner erzählen von einer glanzvollen Epoche, die 1933 durch den NS-Staat brutal beendet wurde. >>
Seit September 2020 dauerhaft im Museum Barberini. Das Museum Barberini in Potsdam zeigt seit September 2020 dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner: Mit 113 Meisterwerken von 23 Künstlerinnen und Künstlern wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Berthe Morisot, Alfred Sisley, Camille Pissarro, Henri-Edmond Cross und Paul Signac stellt die Sammlung die französische Landschaftsmalerei einzigartig schlüssig und umfangreich dar. >>
Mit 15 Schlüsselwerken erkundet der neue, erstmals in der Kleihueshalle ausgestellte Parcours das komplexe Werk und die Rezeption von Joseph Beuys. Zu den Arbeiten zählen neben dem Environment „DAS KAPITAL RAUM 1970–1977“ (1980) Skulpturen, Zeichnungen, Multiples und wegweisende Aktionen wie „I like America and America likes Me“ (1974). Die Präsentation spürt nach, wie Beuys mit seinem Werk das Wesen, die Materialität, die Sprache sowie die Wahrnehmung der Grenzen und Aufgaben der Kunst nachhaltig befragte. >>