Kunstkalender

Bis 23. Juni 2024

Im Berliner Kunstgewerbemuseum starten am 3. Mai 2024 zwei Projekte im Rahmen der Plattform „More than Human“. Die experimentelle Ausstellung „Imagine: Coral Reef. Regeneratives Design“ widmet sich den komplexen Ökosystemen der Korallen und entwickelt daraus Leitlinien für eine regenerative Designkultur der Zukunft. Als Metapher dienen die Korallenriffe, die durch den vom Menschen verursachten Klimawandel zunehmend belastet werden. Ziel ist es, die Logik der Natur auf Designprozesse zu übertragen und regeneratives Design zu etablieren.  >>

20. April bis 1. Juni 2024

Der Fotograf Olaf Heine wird beschrieben als "ein Essayist unserer Zeit, dessen OEuvre von tiefgründig komponierter Narration bestimmt ist". Dazu zählen auch seine Betrachtungen der Inselkette Hawai‘i, die er seit vielen Jahren fotografisch beschreibt. Dabei erfasst er den Ozean als Architekten jener acht Inseln, der auch den Lebensrhythmus seiner Bewohner definiert. Tradition und Alltag sowie unberührt anmutende Natur und menschliche Einflussnahme werden als allgegenwärtige Kontraste dargestellt und durch Heines klare Bildsprache geeint. >>

Ab 12. April 2024 bis auf Weiters

Mit 15 Schlüsselwerken erkundet der neue, erstmals in der Kleihueshalle ausgestellte Parcours das komplexe Werk und die Rezeption von Joseph Beuys. Zu den Arbeiten zählen neben dem Environment „DAS KAPITAL RAUM 1970–1977“ (1980) Skulpturen, Zeichnungen, Multiples und wegweisende Aktionen wie „I like America and America likes Me“ (1974). Die Präsentation spürt nach, wie Beuys mit seinem Werk das Wesen, die Materialität, die Sprache sowie die Wahrnehmung der Grenzen und Aufgaben der Kunst nachhaltig befragte.  >>

Bis 1. September 2024

Der Fotograf Michael Wesely untersucht in zwei neuen Werkkomplexen die räumliche und architektonische Entwicklung einer Stadt sowie die Fähigkeit der Fotografie, Zeit und Leben einzufangen. In "Doubleday" überlagert er seine eigenen Aufnahmen auf historische Fotografien von Berlin, um beeindruckende Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. In der Serie "Human Conditions" konzentriert sich Wesely auf Lebensspuren der Menschen um 1900, die in großformatigen Aufnahmen der Preußischen Messbildanstalt eingeschlossen sind. >>

Bis 25. August 2024

Die israelische Tänzerin, Choreografin und Künstlerin Noa Eshkol setzte sich ihr Leben lang mit Bewegung und Komposition auseinander. Das Ergebnis war Tanz ohne Musik und textile Arrangements: Sie schuf minimalistische Choreografien, festgehalten in einer komplexen grafischen Bewegungsnotation und farbintensive Wandteppiche. Zu ihrem 100. Geburtstag widmet das Georg Kolbe Museum ihrem vielseitigen Werk eine umfassende Ausstellung.  >>

25. April bis 27. Juli 2024

Eine Ausstellung über das Wirken der Dresdner Künstlergruppe der Auto-Perforations-Artisten. Dies ist die erste institutionelle Einzelausstellung der Gruppe in Berlin. >>

Bis 9 Juni 2024

Das Fotografiska Museum Berlin präsentiert The Fury, die neueste Videoarbeit der iranischen Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat. Darin konzentriert sich Neshat auf die nuancierte Komplexität der sexuellen Ausbeutung weiblicher politischer Gefangener und stellt ihren Fokus in den Kontext der Islamischen Republik Iran. Während ihrer gesamten künstlerischen Laufbahn hat sich die in New York lebende Künstlerin immer wieder mit den Feinheiten des weiblichen Körpers in islamischen Kulturen auseinandergesetzt. >>

19. April bis 4. August 2024

Anlässlich des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich zeigt die Alte Nationalgalerie in Kooperation mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin erstmals eine große Ausstellung zum Werk des bedeutendsten Malers der deutschen Romantik. Über 60 Gemälde und 50 Zeichnungen Friedrichs aus dem In- und Ausland, darunter weltberühmte Ikonen wie das „Eismeer“, „Kreidefelsen auf Rügen“ oder der „Mönch am Meer“. >>

Bis 28. September 2025

Die Nachwirkungen von Holocaust und Krieg, die darauffolgende Aufbruchsstimmung, Emanzipationsbewegungen sowie der Kalte Krieg führten nach 1945 nicht nur zu Spannungen innerhalb der Gesellschaft, sondern auch zu fundamentalen Neuausrichtungen in der bildenden Kunst. Titelgebend für die Sammlungspräsentation ist die radikale Performance des Wiener Aktionisten Günter Brus aus dem Jahr 1970, in der er sich bis an seine körperlichen Grenzen dem Zug von Stahlseilen aussetzte. Brus verwies dabei ausdrücklich auf die starken Spannungen zwischen Gesellschaft, Politik und Kunst. >>

Bis 6. Oktober 2024

Seit nunmehr rund 10 Jahren ist die Menstruation in der öffentlichen Diskussion angekommen. Frauen veröffentlichen Perioden-Manifeste, engagieren sich gegen Periodenarmut und Unterversorgung, entwickeln neue Menstruationsprodukte oder posten ihre Erfahrungen auf den sozialen Medien. Die Ausstellung entfaltet über persönliche und museale Objekte, Interviews, Musik, Film und Kunst die Diskurse und Debatten der letzten Jahrzehnte, zeichnet die Entwicklung der Menstruationsprodukte vom späten 19. Jahrhundert bis heute nach und gibt Stimmen von Menstruierenden Raum. >>

Bis 5. Mai 2024

Im Februar 2024 präsentiert das Haus am Waldsee zwei parallel laufende Ausstellungen der amerikanischen Künstlerin Jenna Bliss (*1984) und der verstorbenen schottischen Malerin Carol Rhodes (1959–2018). Beide Künstlerinnen nutzen zeitlich oder räumlich distanzierte Perspektiven, um etablierte Narrative neu zu betrachten. Die Ausstellungen schaffen einen Raum, in dem alltägliche Beobachtungen, Spekulationen und sorgfältige Recherchen kombiniert werden. >>