Das Berliner Kunstgewerbemuseum (KGM) präsentiert 30 preisgekrönte Projekte, die mit dem Bundespreis Ecodesign, der höchsten staatlichen Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland, geehrt wurden.
Die Ausstellung versammelt preisgekrönte Projekte, die eine ökologische Herangehensweise gleichfalls als kreativen Motor begreifen. Zu sehen sind Materialien, die aus Pilzgeflechten wachsen, Produkte, die sich vollständig zerlegen und reparieren lassen, und Konzepte mit ganz neuen Wertschöpfungsketten. Das Museum wird damit zum Schauplatz einer Designkultur, die Schönheit und Funktionalität mit Klimaschutz und Ressourcenschonung verbindet. Die präsentierten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltiges Design längst kein Randthema mehr ist, sondern eine treibende Kraft für Innovation – und ein entscheidender Baustein für die Zukunft.
Design prägt und beeinflusst langfristig unterschiedlichste Bereiche unseres Alltags. Die Ausstellung will zeigen, in welch breitem Spektrum nachhaltiges Design heute wirkt – von Autoblech und Beton über Over-Ear-Kopfhörer bis hin zu T-Shirts. So demonstriert zum Beispiel das Projekt Felt the Future mit einem Monomaterial-Schuh aus 100 Prozent Wolle das Potenzial biobasierter Werkstoffe, während das Konzept des SHIFTphones die grundsätzliche Möglichkeit, ein Smartphone zu reparieren, gewährleistet. Das vollständig recycelte Aluminium-Autoblech von Novelis wiederum zeigt, dass selbst in energieintensiven Industrien nachhaltige Materialkreisläufe möglich sind.
Von Materialien und Produkten über digitale Dienstleistungen bis hin zu neuartigen Systemlösungen zeigt die Ausstellung das immense Potenzial nachhaltiger Gestaltung auf.
Seit 2012 würdigt der Bundespreis Ecodesign innovative Produkt-, Konzept-, Service- und Nachwuchsarbeiten, die ökologische Qualität mit gestalterischer Exzellenz verbinden. Der Preis wird jährlich vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin vergeben.
13. März bis 25. Juni 2026
Kulturforum Berlin, Kunstgewerbemuseum
Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz / Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mi – Fr 10 – 17 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr