Die französische Sportwagenmarke Alpine besteht seit 70 Jahren. Anlässlich des Jubiläums gibt es zwei besondere Varianten des Kultmodells A110 Mit der A110 R 70 verabschiedet sich die Marke von der erfolgreichen „R“-Baureihe: Das Sondermodell trägt das Monogramm der französischen Flagge an der Fahrzeugsäule und auf den Innenseiten der Türen – eine stilvolle Hommage an die historische A106 von 1955
Und erscheint in streng limitierter Auflage. Neu zum Modelljahr 2025 ist außerdem die A110 GTS, die Sportlichkeit mit Alltagskomfort vereint. Es ist das letztes Produktionsjahr der aktuellen A110 vor dem Start des vollelektrischen Nachfolgers im nächsten Jahr.
Die Renault-Tochter Alpine hatte ein Auf und Ab in ihrer Geschichte. Die legendäre A110 mit dem Spitznamen Flunder avancierte zum Kultauto, weil sie als Sportwagen zeitweise auch im Motorsport beachtliche Erfolge erzielte. Doch leitete mangelnde Nachfrage und ein zu hoher Preis für das letzte Modell A 610 im Jahr 1995 das Produktionsende von Alpine ein, bevor die Marke 2017 mit der neuen A110 auf dem Genfer Autosalon ihr Comeback feierte. Die limitierte exklusive Trikolore Edition A110 R 70 zum Jubiläum in diesem Jahr erinnert eindrucksvoll an die Herkunft der Marke, ihre lange Geschichte, die zu Beginn der 1950er-Jahre mit dem motorsportbegeisterten Jean Rédéle begann. Als erfolgreicher Renault-Fahrer konnte er sich mit den damals üblichen Renault 4 CV nicht lange anfreunden. So begann er, mit leichten Karosserien und besseren Getrieben zu experimentieren – seine Eltern in seiner Heimatstadt Diepe besaßen eine Renault-Vertragswerkstatt – und baute erste eigene Prototypen. Zunächst ohne Erfolg, doch der aus Renault-Teilen zusammengebaute Alpine A 106 brachte den Durchbruch. Drei Exemplare hatte Rédélé bauen lassen, ein rotes, ein blaues und ein weißes, in Anlehnung an die französische Nationalflagge. Zeitgleich gründete er die „Société des Automobiles Alpine“, die Geburtsstunde von Alpine vor 70 Jahren.
Bis 1960 ließ Rédéle 250 Fahrzeuge von Typ A 106 in Handarbeit bauen, veränderte aber gleichzeitig das Design und präsentierte den Sportwagen ein Jahr später als Alpine A 110. Damit legte er den Grundstein für die bald folgende Legendenbildung dieses wohl weltweit bekanntesten Vertreters von Alpine.