Das slowakische Immobilienunternehmen JTRE setzt mit Nordhafen Living & Office sein erstes Projekt in Deutschland um und positioniert sich damit als neuer Akteur in der Berliner Europacity.
Das Gebiet zwischen Hauptbahnhof, Nordhafen und Heidestraße gehört seit Jahren zu den größten städtebaulichen Entwicklungsflächen Berlins. Trotz zahlreicher Neubauten wirkt die Gegend vielerorts noch unfertig: breite Straßen, wenig Grün und funktionale Architektur prägen ein Umfeld, das bislang eher als Durchgangsraum wahrgenommen wird. In der Stadtplanung wird das Areal als Europacity bezeichnet – ein Name, der die langfristige Vision eines gemischt genutzten, zentral gelegenen Stadtquartiers beschreibt, das jedoch noch im Werden ist und vielerorts auf jene urbane Dichte und Lebendigkeit wartet, die hier langfristig entstehen soll. In diesem Umfeld setzt das slowakische Immobilienunternehmen JTRE einen markanten Akzent. Mit Nordhafen Living & Office realisiert der Entwickler aus Bratislava sein erstes Projekt in Deutschland – und positioniert sich damit als neuer Akteur, der dem Quartier Impulse geben und zur schrittweisen Belebung der Europacity beitragen will.
Richtfest markiert Projektfortschritt
Mit dem Richtfest für das Gebäudeensemble hat JTRE einen zentralen Meilenstein erreicht. Vertreter des Unternehmens feierten gemeinsam mit Projektpartnern, Architekten und Bauunternehmen den Abschluss des Rohbaus des gemischt genutzten Ensembles in Wasserlage am Nordhafen. Der Bau umfasst rund 33 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, davon etwa die Hälfte für Wohnen und rund 35 Prozent für Büroflächen, ergänzt durch Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss. „Das Richtfest markiert einen entscheidenden Punkt im Projektverlauf. Das Gebäude ist nun in seiner Dimension und städtebaulichen Wirkung erlebbar“, sagte Lukáš Sásik, Director of JTRE International Operations und Managing Director von JTRE Germany. Für das Unternehmen sei das Projekt ein strategischer Schritt in den deutschen Markt und Ausdruck des Anspruchs, nachhaltige und langfristig werthaltige Immobilien in zentralen urbanen Lagen zu entwickeln.
Gewerke leisten entscheidende Beiträge zum Baufortschritt
Am Bau des Ensembles arbeiten zahlreiche Fachbetriebe aus Baugewerbe und Handwerk zusammen – etwa im Rohbau, in der Sicherheitskoordination oder in der Elektrotechnik. Die folgenden Beispiele zeigen stellvertretend, wie unterschiedliche Gewerke den Projektfortschritt ermöglichen. Der Rohbau, ausgeführt durch die Köster GmbH, lag vor dem Zeitplan. Das Unternehmen hat seit Dezember 2024 kontinuierlich am Tragwerk gearbeitet und bis Oktober 2025 bereits das sechste Obergeschoss des Hauptgebäudes fertiggestellt.
Die sicherheits- und gesundheitsschutztechnische Betreuung der Baustelle erfolgt gemäß Baustellenverordnung durch die IABU Ingenieurgesellschaft mbH. Als Koordinationsstelle organisiert sie die Abläufe rund um Arbeitsschutz und Sicherheitsmaßnahmen und stimmt die erforderlichen Schritte zwischen den Gewerken ab. Die Elektrobau Süd GmbH Berlin realisiert unter anderem die Sicherheitsbeleuchtung, die Brandmeldeanlage, die Sprechanlage sowie ein digitales Schließsystem. Ergänzend entstehen die Ladeinfrastruktur für E‑Mobilität sowie die gesamte elektrische Versorgung des Gebäudes.
Ein neuer Stadtteil entsteht
Die Europacity gilt als eines der ambitioniertesten Entwicklungsgebiete Berlins, wirkt jedoch vielerorts noch funktional und wenig belebt. Projekte wie Nordhafen Living & Office sollen dazu beitragen, das Gebiet schrittweise zu einem urbanen, gemischt genutzten Stadtteil zu formen. JTRE setzt dabei auf eine Kombination aus Wohnen, Arbeiten und öffentlich zugänglichen Bereichen, die langfristig mehr Aufenthaltsqualität schaffen sollen.
Der Büroanteil des Projekts umfasst rund 7 500 Quadratmeter und bietet flexible Flächen mit Wasserblick, hohen Decken und großformatigen Fenstern. Moderne technische Standards – darunter Radiant Cooling & Heating, ein intelligentes Building Management System und hochwertige End of Trip Facilities – sollen zeitgemäße Arbeitswelten ermöglichen. Eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse mit Bar und Eventfläche ergänzt das Angebot.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt JTRE auf hohe Standards. Das Gebäude soll möglichst wenig Energie verbrauchen, ein gesundes Raumklima bieten und mit langlebigen, ressourcenschonenden Materialien gebaut werden. Auf den Dächern sind Solaranlagen geplant, moderne Technik soll den Betrieb effizient steuern.
Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof sowie die Anbindung an Wasserwege, Parks und urbane Infrastruktur schaffen kurze Wege und hohe Standortqualität. Die geplanten öffentlichen Freiräume sowie die Nutzungen im Erdgeschoss sollen zur Belebung des Quartiers beitragen und die Verbindung zwischen Gebäude und Stadt stärken. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Frühjahr 2027.
Über den Projektentwickler
Die JTRE Group mit Sitz in Bratislava gehört zu den großen europäischen Stadtentwicklern und ist seit fast 30 Jahren in mehreren Ländern aktiv.
Zu ihren Projekten zählen unter anderem Eurovea City in Bratislava sowie Triptych Bankside und Appleby Blue in London. International treibt das Unternehmen seine Expansion weiter voran, etwa mit dem 400-Millionen-Pfund-Projekt 220 Blackfriars Road in London. Das Unternehmen verfolgt dabei das Ziel, Gebäude im Betrieb klimaneutral zu gestalten und lebenswerte Stadtquartiere zu entwickeln.