Ab 18. Oktober 1941 deportierten die Nazis tausende jüdische Frauen, Männer und Kinder in den Tod im Osten. Einige wählten vor der drohenden Deportation die Flucht in den Suizid. Verfolgt, misshandelt und getötet wurden auch Sinti und Roma, politische Gegner, Zeugen Jehovas und Bekennende Christen, Homosexuelle und Menschen wegen ihrer Gesinnung, Nationalität, Behinderung oder Erkrankung.
In allen Berliner Bezirken erinnern 25 Litfaßsäulen mit Kurzbiografien, Fotografien, Stolpersteinen und Gedenktafeln auf großflächig gestalteten Plakaten an diesen Zivilisationsbruch und die damit verbundenen Schicksale von Frauen, Männern und Kindern. Ab dem 13. Oktober 2026 bis zum 16. November 2026 wird an den 25 Litfaßsäulen mit Gedenk-Veranstaltungen daran erinnert.
Beteiligte am 15. Oktober 2026:
Pfarrerin Kathrin Oxen (Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde)
Dr. Eva Umlauf (Auschwitzüberlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees)
Petra Rosenberg (Vorsitzende der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn)
Dr. Christoph Kreutzmüller (Historiker und stellvertretender Projektleiter von »LastSeen: Bilder der NS-Deportationen«)
Hanna Schygulla (Schauspielerin)
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Vorsitzender des Weltkirchenrats)
Liz Erber & Heiko Michels, Lello Franzen & Janko Lauenberger sowie Georg Schupelius (Musiker*innen)
Jugendchor der Staatsoper Unter den Linden (Leitung: Konstanze Löwe, Klavier: Chris Cartner)
Svenja Tietz (Jugendgeschichtswerkstatt Spandau)
Schülerinnen des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums aus Herzberg/Elster
Das Berliner »Theater Anu«
Günter Jeschonnek (Regisseur, Kulturmanager, Initiator des Projektes)
Ehrengast ist der Theresienstadt-Überlebende Michael Meisels