Globale Kindheit im Fokus

2. Platz; Mongolia's Children at Risk
Foto des Jahres im Willy-Brandt-Haus

Die Ausstellung versammelt Reportagen mit die sozialen, politischen und humanitären Themen aus der Perspektive junger Menschen.

Die gezeigten Arbeiten reichen von dokumentarischen Szenen aus Krisenregionen bis zu Alltagsmomenten, die strukturelle Ungleichheiten offenlegen. Im Zusammenspiel entsteht ein Bild globaler Kindheit, das weder dramatisiert noch beschönigt, sondern faktenbasiert und visuell klar erzählt ist. Das Willy‑Brandt‑Haus fungiert dabei als öffentlicher Ort, an dem Fotografie und gesellschaftliche Debatte unmittelbar aufeinandertreffen.

 

Über die Preisvergabe entschied wie in den Vorjahren eine unabhängige Jury. Die prämierten Reportagen und Dokumentationen, faszinieren durch ihre besondere ästhetische und journalistische Qualität sowie durch Sorgfalt, Empathie und Respekt gegenüber Kindern.

1. Platz; Hajira

Das Siegerbild der französischen Fotojournalistin Elise Blanchard zeigt die zehnjährige Hajira aus der afghanischen Provinz Nangarhar – beim versunkenen Lernen in ihrem Zuhause, in einem abgelegenen Dorf östlich von Kabul. Es steht für die stille, aber unbeirrbare Widerstandskraft von Millionen afghanischer Mädchen, denen seit mehr als vier Jahren der Zugang zur weiterführenden Schulbildung verwehrt bleibt.

Mirja Linnekugel, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus erklärt: „Bildung ist der Schlüssel zu einer gerechten und freien Zukunft. Doch in Afghanistan wird dieser Schlüssel zurzeit Millionen von Mädchen verwehrt – mit Folgen für ganze Generationen. Das diesjährige Gewinnerbild erinnert uns an die Situation im Land und macht gleichzeitig Hoffnung, dass die Neugier und der Wissensdurst letztlich stärker sind, als jedes Verbot.” „Elise Blanchards Arbeit zeigt, was journalistisches Erzählen im besten Falle vermag: Sie schafft Empathie, Respekt und Nähe", sagte Peter-Matthias Gaede, Juryvorsitzender und Mitglied des Deutschen Komitees von UNICEF. „In Blanchards Bild des Mädchens Hajira wird ein oft so abstrakter Begriff ganz konkret: Menschenwürde.“

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